SF Nabern 1 ist noch nicht auf Touren

Zwei Spieltage hat unsere 1. Mannschaft in der Saison 2019/20 in der Kreisklasse Es/Nt bestritten und noch nicht seine Form gefunden. Nach dem 2,5:5,5 daheim gegen SG Filder 1 ergab sich nur eine leichte Steigerung auf 5:3 gegen SF Plochingen im heutigen Gastspiel.

Am 15.09.2019 hatte SF Nabern 1 die Mannschaft SG Filder 1 geschwächt daheim empfangen, da Brett 6 versehentlich leer blieb. Dieses ungute Omen bewahrheitete sich in Folge als zu Beginn Hans-Peter Bastian gegen Micha Jetter am Brett 8 in einem offenen Spiel schnell taktisch unterlag. Kurz darauf remisierte schnell fast schon wie gewohnt Erich Kneile (7) gegen Manfred Tapenko. Keiner der Kontrahenten konnte da noch einen Siegeswillen aufbringen. Spannender ließ Thomas Köhler (3) gegen Dennis Wan Hussin eine offene Partie angehen, in welcher er aber eine gefährliche Springergabel von Schwarz übersah. Gegen des schwarzen Spielers Bruder Daniel konnte Eric Motzer (5) mit umsichtigem Spiel einen Ausgleich erzielen, womit es nun wenigstens 1:3 stand. Kurz darauf gab Hans-Ulrich Bloem gegen Christoph Kandler (4) auf. In der ungarischen Verteidigung übersah Bloem die dominante Rolle der weißen Dame, die seinen Damenflügel verwüstete. Nach einem geordneten Rückzug mit weißer Nachentwicklung konnte Schwarz den Minusturm nicht mehr mit aktivem Spiel kompensieren. Nun liefen noch die zähen Kämpfe an Brett 1 mit Günter Keller gegen Claudius Goroll und an Brett 2 Karl-Heinz Ilzhöfer gegen Michael Schuhmacher. Karl-Heinz hatte Schumacher mit positionellem Spiel unter Druck gesetzt und verlor durch Unachtsamkeit eine Leichtfigur. Das inzwischen geöffnete Spiel und Zeitnot bei Weiß erlaubte Schwarz ein erfolgreiches aktives Spiel gegen den weißen König. Dagegen blieb Günters Tarrasch-Verteidigung symmetrisch; ein Gewinnweg war nicht in sich: 2,5:5,5.

Heute konnte SF Nabern 1 vollzählig in Plochingen gegen Ersatz geschwächte Gastgeber antreten. Die ersten Spielergebnisse deuteten deswegen überraschend einen schweren Stand für uns an: Dieter Kessler gegen Traian Zgardea (8) schaffte sogar gegen französische Verteidigung zwar forsch aufzuspielen und die Partie (ohne den Abtausch) zu öffnen. Der Schwerfigurenkampf hinter jeweils aufgelockerter Bauernstruktur schlug aber nirgends durch: Remis. Kurz darauf erging es Thomas Köhler gegen Manfred Hoß (5) genauso. Aus einem klassischen abgelehnten Damengambit öffnete sich das Spiel. Neben ein paar taktischen Sticheleien ergaben sich keine ernsten Gefahren. Gegen Timo Rieger verteidigte sich Christoph Kandler lettisch. Bei der Abwehr von Riegers frechen Springern fuhr die schwarze Dame einmal zu wenig und ließ die weiße ins Spiel kommen – mit der Folge eines Damentausches. Im weiteren Spiel ohne Damen konnte sich schwarz schneller und dominanter mit besserer Bauernstruktur entwickeln. Doch ein weiterer ungenauer Zug bei Schwarz mit Überleitung zum Endspiel ließ keinen greifbaren Gewinnweg mehr erkennen. Neben ihm spielte Eric Motzer (7) gegen Uwe Brandstädter im Colle-System. Sein Erfolg versprechender Vorsprung von zwei Mehrbauern wurde leider durch einen einzigen ungünstigen Turmzug – weg von der Grundreihe – zunichtegemacht. Brandstädter erkannte eine durch Bauern verdeckte Mattdrohung auf die Grundreihe und schlug einen weißen Springer vom Brett. Selbst die weißen Freibauern konnten dann mühelos abgefangen werden. Bei dem Zwischenstand von 2,5: 1,5 für die Gastgeber mussten nun die vorderen vier Bretter die Kohlen aus dem Feuer holen. Karl-Heinz Ilzhöfer gegen Holger Ilchen (4) mühte sich um einen Anschlusspunkt; aus der halbslawischen Verteidigung heraus ergab sich so viel Abtausch, dass das geöffnete Spiel erst im Endspiel wieder interessant wurde. Jedoch kam nicht mehr als Remis raus. Michael Stiefelmeyer gegen Bahri Ramadani (3) spielte wieder forsch im Londoner System auf. In einer deswegen schwer zu berechnenden Partie verlor er durch Unaufmerksamkeit Material und dann Partie. Günter Keller (2) gegen Heiko Elsner wählte ebenfalls ein Colle-System. Und wieder ergab sich aus dem symmetrischen Spiel wie am 1. Spieltag ein Remis. Feuer kam auf dem Spitzenbrett bei Cuong Tran gegen Dr. Gert Keller auf. Nach umsichtigem beidseitigem Spielaufbau in einem geschlossenen Sizilianer drehte Cuong im Mittelspiel auf und heizte am Königsflügel bei Schwarz ein, welcher gerade noch rechtzeitig Figuren koordinieren und Damentausch drohen konnte. Mit diesem letztlich für unsere Mannschaft sogar noch glücklichen Remis ging dieser Spieltag mit 3:5 zu Ende.

Wir hoffen nun auf einen Durchbruch zum 3. Spieltag daheim am 10.11.2019 gegen SC Ostfildern 3.

Nabern, 20.10.2019, ck

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