27. August 2011, 20:11
Am 27. August 2011 lud der Schachbezirk Neckar/Fils die Mannschaftsführer und interessierte Mitglieder der Schachbezirkes zu einer Mannschaftsführerschulung ein. Für das leibliche Wohl sorgte der SV Altbach. Der Referent: Klaus Bornschein, seines Zeichens Nationaler Schiedsrichter.

Klaus Bornschein, Nationaler Schiedsrichter
Auf dem Programm standen:
- Rechte und Pflichten eines Mannschaftsführers / Schiedsrichters
- Regelkunde WTO/FIDE
- Schwerpunkt Art. 10 FIDE: Endspurtphase
- Nachbesprechung und Diskussion.
Als Erläuterung folgende Begriffserklärungen:
- Unter WTO versteht man die Württembergische Turnierordnung
- Unter FIDE sind hier die Schachregeln der FIDE gemeint
Normalerweise versteht man unter der FIDE die Fédération Internationale des Échecs (auf deutsch übersetzt: den Weltschachbund)
Das Ganze hörte sich nach einer eher ungeliebten Notwendigkeit, nach einer Pflichtübung an. Um so erstaunter war ich, als ich das Vereinszimmer der Turnhalle in Altbach betrat und bemerkte, daß außer mir schon 25 Teilnehmer anwesend waren. Der jüngste Teilnehmer war schätzungsweise 8 Jahre alt, die ältesten Teilnehmer hatten schon weiße Haare. Aber auch dazwischen gab es alle Abstufungen, kurz es waren alle Altersklassen im Saal vertreten.
Dann betrat Klaus Bornschein den Saal, in den Händen einen Karton mit den Lehrgangsunterlagen. Nach einer kurzen Vorstellung wurden die Unterlagen an die Teilnehmer verteilt und die Schulung begann.
Auf die einzelnen Inhalte könnte ich mich nicht mehr erinnern, wenn ich meine Notizen nicht mehr hätte. Klaus Bornschein hatte eine Art, die Schulung zu leiten, die Langeweile erst gar nicht aufkommen ließ. Nach einer kurzen Erläuterung der betreffenden Artikel stellte er uns eine Situation als Mannschaftsführers bzw. Schiedsrichters vor und fragte uns, was wir in dieser Situation getan hätten. Anschließend wurde die betreffende Lösung vorgestellt, erläutert und es ging zum nächsten Thema. Die vier Stunden der Schulung flogen dahin, für mich war die Zeit im Nu vorbei.
Und daß die anderen Teilnehmer auch “Feuer gefangen” hatten, war unschwer an den regen Diskussionen zu erkennen, die sofort nach dem Abschluß der Veranstaltung unter den Teilnehmern begann. Kurz, die Schulung war eine rundherum gelungene Veranstaltung.
Und aus meiner Sicht kann ich nur sagen: Danke, Klaus Bornschein. Der Württembergische Schachverband kann glücklich sein, daß er über so brilliante Referenten verfügt. Ich wäre bei der nächsten Schulung gerne wieder dabei. (hw)