Würfelschach

Im Schach gibt es viele wenig bekannte Spielvarianten

In der allgemeinen Vorstellung ist Schach als ein Spiel bekannt, bei dem zwei ältere Herren einander schweigend gegenüber sitzen, und ab und zu macht einer einen Zug und irgendwann ist dann das Spiel zu Ende.
Es gibt aber sehr wohl Spielvarianten des Schachs, die mehr als temporeiches und kurzweiliges Spiel gedacht sind – für die Spiele innerhalb der Familie oder im Freundeskreis. Eine davon ist das Würfelschach – in dieser Variante ist die richtige Mischung zwischen Glück und Können entscheidend. Deshalb eignet sich diese Variante besonders für das Spiel mit jüngeren Kindern in der Familie, die schon wissen, wie die einzelnen Schachfiguren gezogen werden. Diese Spielart möchte ich Ihnen hier vorstellen.

Wenn man diese Version das erste Mal spielt, sollten die Spieler zunächst einmal auf ein Blatt eines Schreibblocks eine Liste schreiben, welche Würfelzahl welcher Figurenart zugeordnet ist. Diese Liste könnte folgendes Aussehen haben:

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Würfelschach

1 = Bauer

2 = Springer

3 = Läufer

4 = Turm

5 = Dame

6= König

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Es wird abwechselnd gezogen. Vor einem Zug würfelt ein Spieler aus, mit welcher Figurenart er ziehen muss. Bei mehreren identischen Figuren auf dem Brett darf er sich aussuchen, mit welcher Figur er ziehen möchte. Jeder Spieler macht abwechselnd einen Zug. Die Rochade gilt als Königszug, Schachdrohung und Matt gibt es in dieser Variante nicht. Die Partie ist dann beendet, wenn ein Spieler den König seines Gegners geschlagen hat.

Varianten:

  • Wenn die ausgewürfelte Figurenart nicht ziehen kann, wird oft vereinbart, dass als Ersatz ein Bauernzug gemacht werden darf.
  • Mit einem Würfel, der 8 oder 12 Flächen hat (gibt es z. B. bei Jürgen Götz Schreibwaren in Weilheim/Teck) können zwei oder mehrere Figuren gleichzeitig ziehen, als Kombination z. B. (7=1+6 oder 7=2+5 oder 7=3+4; 8=2+6 oder 8=3+5) usw.
  • Es können auch zwei “normale“ Würfel verwendet werden, so dass jeder Spieler zweimal ziehen kann. Allerdings muss er dabei möglichst so ziehen, dass beide Würfel genutzt werden. Wird zum Beispiel am Anfang einer Partie eine 1 und eine 6 gewürfelt, muss im ersten Zug ein Bauer(=1) so gezogen werden, dass als zweiter Zug ein Zug mit dem König möglich ist. Als zweiter Zug muss dann mit dem König (=6) gezogen werden.

Die Schachfreunde Nabern wünschen Ihnen vergnügliche Stunden beim Testen dieser Variante(n). (hw)

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