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Das Herbstturnier in Deizisau

Schach als Breitensportart – bei den größeren Turnieren ein selbstverständliches Gefühl


Das Herbstturnier in Deizisau ist eines der großen Schachevents in der Region. Während in Nabern meist nur 10 oder weniger Spieler an den Brettern sitzen, und das Schach mehr oder weniger eine Randsportart ist, herrscht bei den größeren Turnieren ein ungleich anderes Flair.

Saalüberblick Deizisau 2011

Herbstturnier Deizisau

Herbstturnier Deizisau, Blick über die C-Gruppe

C-Gruppe im Herbstturnier Deizisau

Hier spürt der Zuschauer, dass es sich keineswegs um eine Randsportart, sondern um einen Breitensport handelt. Viele Spieler, die mit Passion ihrer Sportart nachgehen, vom Jugendlichen bis zum weißhaarigen älteren Spieler – selten trifft man auf so viele Menschen auf einmal. Nicht als Zuschauer, sondern als Akteure, die hier ihrem Sport frönen. Für den “normalen” Zuschauer, der eben einmal gelernt hat, wie die einzelnen Figuren ziehen, mag das nicht sehr faszinierend sein. Das haben Strategiespiele aber so an sich, dass der Zuschauer etwas davon verstehen muss, um sich gefesselt zu fühlen. Es ist der Reiz des Schachspieles, aus den Zügen des Gegners seine Pläne zu erkennen, und darauf angemessen zu reagieren. Das Gefühl ist unbeschreiblich, wenn es gelungen ist. Das ist eine Fähigkeit, die auch bei jungen Menschen ihre erzieherischen Werte hat. Klugheit, nicht Kraft führt bei diesem Spiel zum Sieg. Denken, planen, in unsicheren Situationen entschlossen unter Zeitdruck handeln und gar so manches Mal auch, mit einer Niederlage umzugehen.

Wie sagten doch die großen Meister: Der beste Weg, mit einer Niederlage umzugehen, ist, den König umzulegen und seinen Gegner um eine neue Partie zu bitten. Der edelste Weg sich (für eine Niederlage) zu rächen, ist es, besser zu werden als der Gegner. Das sind Lebensweisheiten, die nicht nur für das Schachspiel gültig sind. (hw)

DeizisauII-NabernI 4:4

Beide Mannschaften spielten in Bestbesetzung. Es bleibt spannend in der Spitzengruppe der Bezirksliga B, Nabern hat das leichtere Restprogramm und behält den 2. Tabellenplatz.

Horst Falow am Spitzenbrett spielte ungenau und verlor trotz Bauerngewinn seine Partie. Günter Keller(3) verlor gegen Dietmar Hermann durch Zeitüberschreitung. Auch Cuong Minh Tran(4) verlor in dramatische Zeitnot gegen Gustain.

Martin Vogel(2)gegen Schwarz und Jan Jäger(7)gegen Bünz spielten jeweils Remis.

Die Sieger an den Naberner Brettern hießen Karl Moll(5), Alfred Keller(6) und Christoph Schutte(8).

Karl Moll spielte gegen Früchel eine druckvolle Partie mit der englischen Eröffnung. Alfred Keller wickelte im Endspiel besser ab und gewann gegen Rempeli.

Christoph Schutte(8)musste in einem Italiener gegen Langhammer zunächst einen Mattangriff mit Figurenopfer des Gegners erfolgreich abwehren.

Fazit: Für die Naberner war mehr drin, weil die kritischen Partien der vorderen Bretter allesamt etwas glücklich an die Deizisauer gingen. (kj,jj)